Webographen

In mehr als fünf Jahren haben Unternehmen bei uns weit über 50 professionelle Firmenwebsites erstellen lassen. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Webprojekte ablaufen und auf was Sie als Auftraggeber achten sollten, damit der Relaunch Ihrer neuen Firmenwebsite ein Erfolg wird.

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen für das Marketing und die Website verantwortlich sind, dann sind die folgenden Inhalte eine gute Orientierung, um sicher durch das nächste Webprojekt zu kommen.

1. Website erstellen lassen: In 5 Phasen zur Firmenhomepage

Wenn Sie sich eine neue Homepage erstellen lassen, greifen Sie wie die meisten Firmen wahrscheinlich auf die professionelle Unterstützung einer Agentur oder eines Freelancers zurück.

Die 5 Phasen bei der Erstellung einer Homepage

Wie in der oberen Grafik dargestellt, besteht der Entstehungsprozess einer Website aus den folgenden, sinnvollen Phasen:

  1. Konzeption
  2. Gestaltung
  3. Webentwicklung
  4. Erstellung und Einpflegen der Inhalte
  5. Veröffentlichung der Website

Wie lange dauert es, sich eine Website erstellen zu lassen?

Unabhängig davon, ob es sich um eine neue Website oder einen Relaunch handelt: Die meisten Projekte von Firmenwebsites dauern unserer Erfahrung nach zwischen 9-12 Wochen. 

Das mag auf den ersten Blick lange erscheinen, doch beinhalten die einzelnen Phasen auch immer wieder Korrekturschleifen. Auch ist der Zeitaufwand seitens des Auftraggebers in der Konzeptionsphase und bei der Inhaltserstellung nicht zu unterschätzen. Dazu jedoch später mehr. 

Die Phasen eines Webprojekts bauen aufeinander auf. Ein kompetenter Partner führt Sie durch diese Phasen und weist Sie jeweils auf die wichtigen Themen hin.

Bei uns entstehen Homepages in der Regel in den oben genannten fünf Phasen, die wir im Folgenden beschreiben:

Konzeption Ihrer Firmenwebsite

Egal, ob es sich um einen Relaunch Ihrer bestehenden Webseite oder um eine ganz neue Homepage dreht, wir empfehlen immer, mit einer professionellen Website-Konzeption zu starten.

Denn ein durchdachtes Konzept ist das Fundament einer professionellen Website, welche den Vertrieb Ihres Unternehmens gezielt unterstützen soll. Dies sind die wichtigsten Stationen in der Planung Ihrer Homepage:

  1. Festlegen der Website-Ziele
  2. Definition Ihrer Zielgruppe
  3. Optimierung der Berührungspunkte Ihrer Zielgruppe mit der Website
  4. Ausarbeitung Ihres Alleinstellungsmerkmals
  5. Analyse der Websites Ihrer Mitbewerber
  6. Recherche von passenden Keywords und Themenbildung
  7. Planung der Seitenstruktur
  8. Planung der Inhalte

Die Konzeptionsphase sollte mit der Erstellung von Wireframes enden, welche die Grundlage für die zweite Phase bilden, in der Sie sich Ihre Website designen lassen.

Responsive Webdesign – So funktioniert Ihre Webseite auch mobil

Bei der Gestaltung einer Webseite erstellt Ihr Webdesigner die sogenannten Screendesigns. Dabei wird üblicherweise für jeden Seitentyp eine Vorlage in mehreren Auflösungen gestaltet.

Responsive Webdesign bedeutet, dass sich die Inhalte automatisch an die größer des Bildschirms anpassen

Sieht der Umfang Ihrer neuen Homepage z.B. wie auf der unteren Grafik aus, müssen mindestens diese sieben Screendesigns gestaltet werden:

  • Startseite
  • Über-uns-Seite
  • Leistungen-Seite
  • Referenzen-Seite
  • Kontaktseite
  • Einfache Textseite
  • 404-Seite
Einfache Struktur einer Homepage für Unternehmen
Die Grafik zeigt die übliche Basisstruktur von Homepages.

Wie Sie in der Abbildung sehen, teilen sich die Leistungen jeweils die gleiche Vorlage. In der dritten Phase, in welcher Sie sich Ihre Website programmieren lassen, werden aus den Screendesigns sogenannte Templates entwickelt. 

Diese Templates können Sie sich als wiederverwendbare Vorlagen vorstellen, mit denen Sie beliebig viele Unterseiten auf Ihrer Homepage anlegen können.

Die Grundlage für eine mobile Webseite sind responsive angelegte Screendesigns

Damit der Webentwickler auch Ihre mobile Webseite erstellen kann, ist allerdings noch Vorarbeit vom Webdesigner notwendig. Dieser muss dafür von jedem Screendesign mehrere Varianten anlegen.

Üblicherweise wird ein Screen, also zum Beispiel die Startseite, in diesen drei Varianten angelegt:

  • Desktop (mit einer Breite von 1920px)
  • Tablet (mit einer Breite von 768px)
  • Mobil (mit einer Breite von 375px)

Bei komplexeren Webdesigns kann es auch notwendig sein, dass Zwischenauflösungen gestaltet werden. Mit diesen fällt es den Programmierern im Anschluss leichter, die Designs wie gewünscht umzusetzen.

Warum benötigen Sie überhaupt eine mobile Website?

Wenn Sie sich eine mobile bzw. dynamische Website erstellen lassen, hat dies den Vorteil, dass sich die Inhalte der Bildschirmgröße des Webseitenbesuchers anpassen. Eine zeitgemäße Business Website sollte diese Anforderungen auf jeden Fall erfüllen, da der Anteil des mobilen Traffics stetig wächst und das Thema ebenso für die Suchmaschinenoptimierung relevant ist.

Korrekturschleifen – Umgang mit Änderungswünschen

In der Regel enthält ein Webprojekt immer eine festgelegte Anzahl an Korrekturschleifen. In diesen geben Sie ihrem Webdesigner Ihre Änderungswünsche und dieser überarbeitet die Designs noch mal nach Ihren Vorstellungen.

Ist die Anzahl an Revisionen erschöpft, fallen üblicherweise zusätzliche Kosten an. Unserer Erfahrung nach sollten allerdings zwei Korrekturschleifen in der Designphase und eine weitere nach der Programmierung ausreichen.  

Wie läuft die Programmierung einer Unternehmenswebsite ab?

Wenn die Designs von Ihnen freigegeben wurden, können Sie sich Ihre Homepage programmieren lassen. Was Sie zu diesem Zeitpunkt bereitstellen sollten, ist:

  1. ein Webspace
  2. eine Domain
  3. eine Datenbank (wenn ein CMS wie WordPress zum Einsatz kommt)

Alle drei Dinge erhalten Sie bei den gängigen Hosting Providern in sogenannten Hosting-Paketen. Fragen Sie Ihre Webdesign Agentur aber unbedingt nach den genauen Spezifikationen, die für Ihr Projekt notwendig sind. Inkompatibilitäten an dieser Stelle können später viel Mühe und Zeit kosten.

Wie sieht ein ordentlicher Entwicklungsprozess aus?

Ein professioneller Webentwickler arbeitet mit mehreren „Instanzen Ihrer Website“. Diese sind:

Drei Serverumgebungen bei der Entwicklung von Websites: Development, Staging und Production
Professionell entwickelte Homepages sind immer „Drillinge“. Die Development-Umgebung dient der Entwicklung und die Staging-Umgebung der Überprüfung und Abnahme. Die Live-Umgebung ist jene, die öffentlich für jeden zugänglich ist.
  1. Eine Development-Umgebung, welche in der Regel nur lokal auf dem Rechner des Entwicklers existiert.
  2. Eine Staging-Umgebung, welche auf einem Webserver läuft, aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Die Staging-Umgebung dient dem Testen und der Durchführung von Korrekturschleifen.
  3. Sowie eine Live-Umgebung (auch Production-Umgebung genannt), welche öffentlich zugänglich ist.

Bei der Entwicklung Ihrer Firmenwebseiten wird also immer zunächst in der Entwicklungsumgebung gearbeitet. Denn hier muss man sich keine Gedanken machen, wenn mal etwas schief gehen sollte.

Ist ein bestimmter Meilenstein der Programmierung erreicht, wird dieser auf die Staging-Umgebung hochgeladen. Dort können Sie einen Blick auf den aktuellen Stand werfen und Ihr Feedback abgeben. Die Staging-Umgebung ist in der Regel nicht öffentlich sichtbar.

Erst wenn hier alles eingehend auf Fehler überprüft und alles in Ordnung ist, wird dieser Stand auf die Production-Umgebung hochgeladen. Die Production-Umgebung ist jene, die öffentlich im Internet ist. Diese kann also von jedem besucht werden.

Content Kreation – Erstellung der Texte und Bilder 

Die bisherigen Phasen bauen aufeinander auf, weshalb sie nacheinander stattfinden sollten. Die Erstellung der Bilder und Texte Ihrer Website ist jedoch ein Prozess, der schon vorher anfangen kann. Das liegt einerseits daran, dass die Inhalte nicht nur Einfluss auf das Layout und die Seitenstruktur haben, sondern auch auf die SEO.

Erstellung der Inhalte, also Bilder und Texte, ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Entstehung einer Website.

Wann macht es Sinn, einen Fotografen zu engagieren?

Ob es Sinn macht, einen Fotografen zu engagieren, wollen wir nicht zur Frage stellen, denn wir finden, dass es immer sinnvoll ist. Professionelle Fotos sind auf einer Webpräsenz oft die halbe Miete und darum würden wir immer zu einem Fotografen raten.

Wir wollen eher darauf eingehen, ab wann es Sinn macht, den Fotografen ins Boot zu holen. Wenn Sie schon bestehende Texte und Bilder haben, können diese gleich bei der Gestaltung beachtet werden.

Haben Sie zu Beginn noch kein Bildmaterial, werden die Screendesigns eben mit Dummy-Bildern aus Stock-Galerien entworfen. Den Fotografen empfehlen wir dann ins Boot zu holen, wenn die Screendesigns von Ihnen freigegeben wurden. 

So kann sich der Fotograf einen konkreten Eindruck vom Umfang des Auftrags machen und weiß genau, welche Bildinhalte und -formate benötigt werden.

Wann ist es sinnvoll, mit den Texten zu starten?

Mit den Texten verhält es sich ähnlich wie mit den Bildern. Im Idealfall haben Sie diese schon, bevor Sie sich Ihre Homepage erstellen lassen. Doch unserer Erfahrung nach ist das selten der Fall. 

Bei einem Relaunch werden die Texte häufig komplett überarbeitet und bei einer neuen Internetpräsenz fällt es den meisten Kunden mit dem Schreiben leichter, wenn sie schon eine grafische Vorlage haben – also die Screendesigns.

Deshalb verwendet man für die Gestaltung der Wireframes und Screendesigns häufig noch Blindtexte. Die Arbeit mit diesen hat für den Webdesigner den Vorteil, dass er sich zunächst ganz auf die Gestaltung konzentrieren kann. Allerdings kann es auch den Nachteil haben, dass die finalen Texte dann wesentlich länger oder kürzer ausfallen und nicht mehr mit dem Webdesign harmonieren.

Wird zunächst mit Blindtexten gearbeitet, macht es ebenfalls Sinn, erst nach der Designphase mit der Erstellung der Texte zu starten. Ihre Website Agentur kann Ihnen dann mitteilen, für welchen Text Sie wie viele Zeichen zur Verfügung haben. Mit einer Zeichenvorgabe wird verhindert, dass die Texte zu lang bzw. zu kurz werden und nicht mehr ins Design passen.

Veröffentlichung Ihrer Firmenhomepage

Sind Ihre Texte und Bilder fertig, werden diese auf der Staging-Umgebung Ihrer neuen Firmenhomepage eingepflegt. Je nach Budget können Sie das selbst übernehmen oder von Ihrer Internetagentur machen lassen.

Trotz vorgegebener Zeichenzahlen kann es natürlich passieren, dass die Inhalte an einigen Stellen nicht in die Vorgaben des Designs passen. Darum ist es empfehlenswert, vor Golive Ihrer Internetpräsenz eine letzte Korrekturschleife zu machen, in welcher die letzten kleinen Schönheitsfehler behoben werden.

Zudem sollte die Website noch in den gängigen Browsern und auf verschiedenen Geräten wie Computer, Tablet und Handy überprüft werden. Verschiedene Browser und Geräte interpretieren den Code Ihrer Website in gewissen Details manchmal unterschiedlich, wodurch es hier zu Abweichungen kommen kann. 

Sind die letzten Korrekturen und Überprüfungen abgeschlossen, kann Ihre neue Website nun endlich live gehen. Dazu wird der Stand aus der Staging-Umgebung in die Production-Umgebung übertragen.

Was Sie beim Relaunch unbedingt in Sachen SEO beachten müssen

Bei einem Website Relaunch ändern sich nicht selten auch die URLs der Webseiten. Hinsichtlich der SEO wäre es besser, wenn die alte URL-Struktur erhalten bleiben würde. Doch oft werden die Inhalte bei einem Relaunch anders strukturiert, was einen Erhalt der alten URLs nicht ermöglicht.

Ein weiterer Grund kann sein, dass Sie das Content Management System wechseln, wodurch aus technischer Sicht eine neue URL-Struktur erzwungen wird.

Wenn Sie sich eine neue Homepage erstellen lassen, denken Sie also auf jeden Fall daran, jede alte URL auf ihr neues Pendant weiterzuleiten. Sollten Sie auch die Domain wechseln, ist eine reine Weiterleitung von altedomain.de zu neuedomain.de nicht ausreichend. Fragen Sie bei Ihrer Agentur am besten nach, was deren Angebot hinsichtlich SEO beinhaltet.

Achten Sie, egal ob sie bei Ihrer alten Domain bleiben oder zu einer neuen wechseln, also darauf, dass jede Webseite (also alle Unterseiten) weitergeleitet wird. Wird das nicht gemacht, laufen Sie Gefahr, Ihre Rankings in Google & Co. zu verlieren.

Um diesen Punkt abzuschließen, sollte Ihre Webagentur die Änderungen noch in der Google Search Console einreichen. Das macht man, indem man eine sogenannte Sitemap mit den Links Ihrer neuen Internetpräsenz einreicht.

2. Interner Aufwand: So viel Zeit sollten Sie einplanen

Sich eine professionelle Homepage erstellen zu lassen, benötigt nicht nur ein gewisses Budget, sondern auch jede Menge Zeit, die Sie als Auftraggeber einplanen müssen.

Zeitaufwand für ein Webprojekt

Ihre Agentur wird Ihnen zwar einen Großteil der Arbeit abnehmen, aber Sie müssen immer noch Input liefern, Entscheidungen treffen und Feedback geben. Besonders in der Konzeptionsphase sind Sie gefragt. Ihr Beitrag zur Definition der Buyer Personas, der Customer Journey, Ihrer USP und des Elevator Pitches entscheidet letztendlich über die Qualität Ihrer Website.

Falls nicht anders vereinbart, liegt es nach der Konzeptionsphase an Ihnen, Inhalte wie Bilder und Texte zu liefern und dazwischen ist in den Korrekturschleifen Ihr Feedback gefragt. Damit das Projekt ohne Unterbrechungen verläuft, ist es wichtig, dass auch der Auftraggeber pünktlich liefert.

Denn größere Verzögerungen ihrerseits können unter Umständen mit den Timelines anderer Projekte Ihres Dienstleisters kollidieren. Das kann dazu führen, dass dieser seine Arbeit für Sie erst später wieder aufnehmen kann, als Ihnen lieb ist.

Empfehlung zum Zeitmanagement

Planen Sie auf jeden Fall genügend Zeit für die Aufgaben ein, die auf Ihrer Seite anfallen. Bitten Sie außerdem Ihre Agentur darum, Ihnen eine Übersicht zukommen zu lassen, auf der Sie sehen, was Sie bis wann liefern müssen. 

Wenn möglich, bestimmen Sie einen Ihrer Mitarbeiter als internen Projektleiter und stellen Sie sicher, dass dieser genügend Kapazitäten dafür hat.

3. Was kostet eine Website? So vergleichen Sie Leistungen

Wer sich seine Website günstig erstellen lassen will, sollte zunächst wissen, wie die Preise entstehen. Die Kosten einer Website gliedern sich in einmalige Kosten und fortlaufende Kosten. Im Folgenden gehen wir auf beide Arten ein:

Die Kosten einer Website sind nicht unbedingt sofort ermittelbar. Einige Anforderungen tauchen oft erst im Laufe des Projekts auf.

Einmalige Kosten einer Homepage

Die einmaligen Kosten einer Website umfassen:

  • Beratung & Konzeption
  • Webdesign
  • Entwicklung

Sowie eventuell:

  • Texte
  • Bilder
  • Videos
  • Grafiken

Laufende Kosten einer Internetseite

Zu den laufenden Kosten einer Internetseite gehören:

  • Hosting und Domain
  • Lizenzen für Schriftarten, Plugins, CMS und Erweiterungen
  • Wartung und Pflege Ihrer Internetseite
  • Eventuelle Weiterentwicklungen Ihrer Internetseite

Was kostet eine Homepage – darum ist ein Preisvergleich schwierig

Der Preis eines Webauftritts hängt von sehr vielen Faktoren ab und darum lautet die korrekte Antwort auf die Frage in der Überschrift streng genommen: „Es kommt darauf an.“ Wir wissen, dass das nicht die Antwort ist, die sich die meisten erhoffen, doch es ist im Grunde die einzig seriöse, die man ohne weitere Informationen geben kann.

Sie können sich das ähnlich wie beim Autokauf vorstellen. Das Basismodell ist meistens günstig, doch mit der gewünschten Ausstattung klettern die Preise schnell nach oben. Einen konkreten Preis haben Sie also erst, wenn Sie Ihren Wunschwagen fertig konfiguriert haben. 

Ähnlich verhält es sich auch mit den Anforderungen für einen Webauftritt. Ein realistischer Preis ist erst nennbar, wenn alle Anforderungen bekannt sind. Komplexere Anforderungen, wie etwa die Verknüpfung von Schnittstellen zum Datenaustausch zweier Systeme, können viel individuelle Programmierarbeit bedeuten, was die Aufwandsschätzung zusätzlich erschwert.

Liegt Ihrem Dienstleister kein vollständiges Briefing vor, kann er Ihnen nur eine ungefähre Hausnummer für die Kosten Ihrer Website nennen. Da die meisten Firmen sich jedoch ihre Homepage günstig erstellen lassen wollen, steigen viele Anbieter anfangs mit einem geringeren Angebot ein.

In nicht wenigen Fällen wird das Projekt am Ende dann doch wesentlich teurer. Sicherlich gibt es unter den Kollegen auch das eine oder andere schwarze Schaf, das diesen Effekt bewusst ausnutzt, doch in den meisten Fällen entstehen unerwartete Kosten dadurch, dass die Anforderungen von vornherein nicht ausreichend detailliert definiert bzw. besprochen wurden.

Oft ist es ein kleines Detail, das während eines laufenden Projekts beiläufig erwähnt wird, das die Situation stark verändert. Das kann dann große Auswirkungen auf den Aufwand haben, was für keinen der Beteiligten angenehm ist, da es meistens zulasten der Beziehung geht.

So vergleichen Sie die Leistungen verschiedener Anbieter

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ein einfacher Vergleich der Summen verschiedener Angebote wäre nicht zielführend. Das Bild, welches Sie bekämen, wäre zu stark verzerrt.

Unserer Meinung nach gehört der Preis schon zu den wichtigen Kriterien, nur ist ein Angebot kaum mit dem anderen vergleichbar, wenn diese nicht auf den exakt gleichen Kriterien und Leistungen beruhen.

Bevor Sie also die Kosten vergleichen, starten Sie also lieber mit dem Vergleich der Leistungen. Welche Leistungen wichtig und relativ einfach miteinander vergleichbar sind, haben wir im Folgenden für Sie aufgeführt.

Gibt es eine Konzeptionsphase und was umfasst diese?

Ein wichtiger Aspekt erfolgreicher Websites ist eine digitale Strategie und eine umfassende Konzeptionsphase. Erkundigen Sie sich danach, ob Ihre angefragten Anbieter eine Konzeptionsphase anbieten und was diese umfasst.

Eine ordentliche Konzeption sollte in etwa die folgenden Themen beinhalten:

  1. Festlegen der Website-Ziele
  2. Definition Ihrer Zielgruppe
  3. Optimierung der Berührungspunkte Ihrer Zielgruppe mit der Website
  4. Klarstellung Ihres Alleinstellungsmerkmals
  5. Analyse der Websites Ihrer Mitbewerber
  6. Recherche von passenden Keywords und Themenbildung
  7. Planung der Seitenstruktur
  8. Planung der Inhalte

Die Erarbeitung eines solchen Konzepts nimmt einige Zeit in Anspruch, bildet aber ein stabiles Fundament für Ihren digitalen Erfolg. Da dies eine umfassende Beratungsleistung ist, rechnen Sie hier durchaus mit Kosten und werden Sie hellhörig, wenn eine Konzeption kostenlos sein soll. Fragen Sie in diesem Fall genau nach, was die Konzeptionsphase umfasst.

Wie detailliert werden die Screendesigns gestaltet?

Erkundigen Sie sich, wie die Screendesigns Ihrer neuen Internetpräsenz erstellt werden. Wichtige Qualitätsmerkmale, die Ihr Ergebnis beeinflussen, sind:

  1. Wie viele Auflösungen werden je Screendesign erstellt? Desktop, Tablet und Mobil sind heutzutage Pflicht für responsive Websites.
  2. Werden für komplexere Abschnitte im Design auch Zwischenauflösungen gestaltet?
  3. Wird ein Designsystem angelegt (dieses vereinfacht später die Weiterentwicklung)?

Was würden gegebenenfalls weitere Entwürfe kosten?

Auch wenn Sie die Stilrichtung vorab vielleicht schon eingehend besprochen haben, kann es passieren, dass der erste Entwurf nicht Ihren Vorstellungen entspricht. Erkundigen Sie sich deshalb, was die Kosten eines zusätzlichen Entwurfs wären und was ein Entwurf umfasst.

Wie viele Korrekturschleifen beinhaltet das Projekt?

Die Korrekturschleifen sind dafür da, die Entwürfe nach Ihren Vorstellungen anzupassen. Fragen Sie also nach, wie viele Korrekturschleifen inklusive sind und was zusätzliche Korrekturschleifen kosten bzw. wie diese abgerechnet werden.

Was umfasst die Programmierung?

Gehen wir davon aus, Sie würden sich eine WordPress Website erstellen lassen wollen. Hier sollten Sie unbedingt in Erfahrung bringen, auf was das WordPress Theme beruht, das für Sie entwickelt werden soll.

Dazu sollten Sie wissen, dass individuell programmierte WordPress Themes zwar teurer sein können, jedoch auch nur das beinhalten, was Sie benötigen. Sogenannte Multipurpose Themes sind zwar für wenige Euro zu kaufen, beinhalten aber jede Menge Funktionen, die Sie wahrscheinlich nicht benötigen werden.

Zudem sind viele Funktionen mit zusätzlichen Plugins (Erweiterungen) umgesetzt, welche die Website nicht selten langsamer, instabiler und unsicherer machen – aus unserer Sicht keine gute Basis für eine Business Website.

Diese Fragen sollten Sie hinsichtlich der Programmierung stellen:

  1. Wird für Ihre Website ein Custom WordPress Theme entwickelt oder wird es mit einem Multipurpose Theme umgesetzt?
  2. Werden Funktionen wie z. B. Bildergalerien und Bilder-Slider mit Plugins umgesetzt oder in das WordPress Theme integriert?
  3. Werden modulare Inhalte mit einem Themebuilder oder mit Gutenberg-Blöcken realisiert?
  4. Entspricht die WordPress Programmierung allgemein dem WordPress Codex? 

Wie sieht es mit Pflege und Weiterentwicklung der Website aus?

Websites müssen heutzutage regelmäßig gewartet werden. Sie kennen das bestimmt von Ihrem Smartphone. Fortlaufend gibt es Updates für das Betriebssystems und die Apps, welche neue Funktionen mit sich bringen, Fehler beheben oder Sicherheitslücken schließen. 

Bei einer Website ist das im Grunde genauso. Das Content Management System, z. B. WordPress, gleicht dem Betriebssystem und die Plugins den Apps. Regelmäßige Updates Ihrer Website sind insbesondere wichtig, um eventuelle Sicherheitslücken zu schließen.

Hinsichtlich der Pflege Ihrer Website sollten Sie folgende Fragen stellen:

  1. Wird eine regelmäßige Wartung und Pflege angeboten?
  2. Wie oft werden die Updates durchgeführt?
  3. Werden die Updates zuerst in einer Test- oder gleich in der Production-Umgebung durchgeführt? 
  4. Wird die Website nach der Wartung kontrolliert und was wird kontrolliert?
  5. Werden zusätzliche, regelmäßige Backups erstellt, welche auf einem weiteren Server gespeichert werden?
  6. Gibt es ein Uptime Monitoring, welche die Verfügbarkeit Ihrer Website überwacht?
  7. Gibt es eine Überwachung Ihrer Website hinsichtlich Sicherheitslücken?
  8. Was wird getan, wenn Sicherheitslücken auftreten?
  9. Wie werden Leistungen berechnet, die über die eigentliche Wartung hinausgehen?

Bezüglich der Weiterentwicklung Ihrer Website sollten Sie folgende Fragen stellen:

  1. Wie werden zukünftige Weiterentwicklungen Ihrer Website berechnet?
    1. Muss ein Stundenkontingent gekauft werden?
    2. Gibt es einen Mindestumsatz je Anpassung?
    3. Wie hoch ist der Stunden- oder Tagessatz?
  2. Wie schnell können Weiterentwicklungen ungefähr umgesetzt werden?

Abschließende Worte zum Preis- und Leistungsvergleich

Wenn Sie den Abschnitt aufmerksam gelesen haben, werden Sie bemerkt haben, dass an keiner Stelle Summen genannt wurden. Das liegt daran, dass der pauschale Umgang mit Kosten wirklich schwierig ist. Denn der Preis, den Sie für Ihre Website zahlen, hängt von zu vielen Faktoren ab.

Selbst ein Vergleich von Stundensätzen ist schwierig. Ein sehr erfahrener Entwickler kann pro Stunde 100 € oder mehr verlangen, ist aber eventuell wesentlich schneller als ein Entwickler mit weniger Erfahrung, der vielleicht nur 60 € die Stunde berechnet.

Aus unserer Erfahrung können wir jedoch sagen, dass für Website Konzeption, Webdesign, Webentwicklung und Content Management für eine professionelle Website 80-140 Stunden keine Seltenheit sind (ohne die Arbeitszeit der Texterstellung und Fotoproduktion).  

4. Auf welches CMS sollten Sie setzen? WordPress oder Typo3?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir sind eine WordPress Agentur und deshalb bei dieser Frage bestimmt ein wenig voreingenommen. Wir wollen aber auch nicht auf die typischen Punkte eingehen, die bei Vergleichen zwischen WordPress und Typo3 üblicherweise diskutiert werden. Wir treten einen Schritt zurück, um die Marktbewegungen zu betrachten.

Dazu werfen wir einen Blick in Google Trends und sehen uns das Interesse für „Typo3“ und „WordPress“ an:

Ein Graph der die Interesse an "WordPress" im zeitlichen verlauf darstellt.
Datenquelle: Google Trends

Der erste Graph stellt das Interesse für Typo3 innerhalb Deutschlands dar und es lässt sich ein deutlicher Rückgang erkennen. Im weltweiten Vergleich lässt sich zudem erkennen, dass sich das Interesse nahezu komplett auf die deutschsprachigen Länder beschränkt.

Ein Graph der die Interesse an "Typo3" im zeitlichen verlauf darstellt.
Datenquelle: Google Trends

Das Interesse an WordPress innerhalb Deutschlands hingegen erfährt zwar auch einen Rückgang, doch legt man die beiden Graphen übereinander, wird der Unterschied zwischen den beiden Systemen deutlich.

Ein Graph der die Interesse an "WordPress" und "Typo3" im zeitlichen Verlauf innerhalb Deutschlands darstellt.
Datenquelle: Google Trends

Noch interessanter ist der internationale Vergleich, der zeigt, dass Typo3 hier kaum von Interesse ist. 

Ein Graph der die interantionale Interesse an "WordPress" und "Typo3" im zeitlichen Verlauf  darstellt.
Datenquelle: Google Trends

Was bedeutet das nun für Sie?

Wir interpretieren die Daten so, dass Typo3 der Rückhalt einer internationalen Gemeinschaft fehlt, die das System weiterentwickelt und voranbringt. WordPress hingegen erfreut sich genau dieser Community.

Des Weiteren gibt es eine relative Knappheit an Webentwicklern, die auf Typo3 spezialisiert sind. Dem gegenüber steht eine vergleichsweise hohe Anzahl an Websites, die auf Typo3 basieren. Daraus entsteht ein klassischer Verkäufermarkt mit geringem Angebot und hoher Nachfrage, was zu steigenden Preisen führt.

Zu guter Letzt wollen wir doch noch auf ein häufig genanntes Argument für Typo3 bzw. gegen WordPress eingehen: Typo3 eignet sich für den Mittelstand und aufwärts und WordPress eher für kleine Unternehmen.

Wie sie den Statistiken oben entnehmen können, hat Typo3 international gesehen im Grunde keine Bedeutung. Wer schließt außerhalb des deutschsprachigen Raums also diese Lücke? In vielen Fällen ist es WordPress – und warum sollte ein CMS, das auf internationaler Bühne Unternehmen wie z. B. Mercedes Benz gute Dienste leistet, hierzulande nicht genügen?

Nun gut, lassen wir das – wir sind nun mal eine WordPress Agentur ?.